Körperintelligenz
Die Angst sitzt tief. Ich habe einen Kloß im Hals. Er ist herzlich. Sie ist bodenständig. Die Deutschen haben einen Stock im Arsch. Hans Guck-in-die-Luft. Mit dem Kopf durch die Wand wollen. Die Nase voll haben. Das Herz auf der Zunge tragen. Sich die Zähne ausbeißen.
Unsere Sprache ist voll von Metaphern, die sich auf den menschlichen Körper beziehen. Bestimmte Emotionen und Qualitäten stehen im Zusammenhang mit bestimmten Körperteilen, Bewegungen, oder Richtungen. Das zeugt von einer intuitiven Körperintelligenz, die uns allen gemeinsam ist. Unsere Körper, wie wir uns halten, wie wir uns bewegen, wie wir atmen, wie viel Körperspannung da ist, das alles ist Ausdruck dessen, wie wir sind. Wie es uns gerade geht und auch was für ein Typ Mensch wir sind. Die meisten von uns sind sich ihres momentanen Zustands auf der körperlichen Ebene nicht bewusst. Von den habituellen Mustern mal ganz abgesehen. Als traumasensibler Embodiment Coach unterstütze ich dich dabei wieder mehr Zugang zu deiner eigenen Körperintelligenz zu finden. Die Effekte sind vielfältig: Spüre ich mein flaches Atmen, weiß ich, dass ich Angst habe. Bemerke ich, dass ich beim Präsentieren oft auf einem Bein stehe, erkenne ich, dass ich ein Problem mit Selbstsicherheit habe. Das ist Körperintelligenz für Selbsterkenntnis. Und anders herum funktioniert der Body-Mind-Link auch: Habe ich erkannt, dass flaches Atmen mit Panik einhergeht, kann ich bewusst tiefer Atmen, um mich zu beruhigen. Wenn ich mehr Selbstsicherheit ausstrahlen möchte wenn im Rampenlicht stehe, kann ich bewusst etwas breitbeiniger stehen und mein Gewicht gleichmäßig auf beide Beide verteilen. Das braucht natürlich Übung. Da wird es Rückschläge geben. Das ist alles OK. Es geht nicht um Leistung. Es geht genau darum, dem eigenen Körper und den Signalen, die er an unser Gehirn sendet, wieder ebensoviel Beachtung zu schenken wie den Gedanken und Zielen, die wir uns möglicherweise aus rationalen Überlegungen gesetzt haben.
Übung: Lege eine Hand auf deinen Bauch und eine Hand auf deine Brust. Nimm wahr, wie dein Atem deinen Körper bewegt. Mach das für 1 Minute. Wie geht es dir danach?
Weitere Informationen
Veröffentlichung
Weitere Meldungen

Melting the iceberg of procrastination
Mo, 22. September 2025

Taking Breakes
Di, 20. Februar 2024

